Story

«1000 Ideen»

Zehn Jahre Restaurant Stucki

Tanja Grandits, Sie feiern «10 Jahre Stucki». Sind Sie stolz oder überrascht?

Von beidem ein bisschen. Zum einen kann ich selber kaum glauben, dass es schon zehn Jahre her ist, seit wir hier angefangen haben. Und zum andern bin ich schon auch stolz auf das, was wir hier erreicht und aufgebaut haben.

Wie kam es eigentlich dazu, dass Sie dieses traditionsreiche Restaurant übernommen haben?

Das ist eine überraschend einfache Geschichte: Wir hatten eine Anzeige gesehen, in der neue Wirte für das «Stucki» gesucht wurden, und haben uns beworben.

Stimmt es, dass Ihnen die Aufgabe zu Beginn als etwas zu gross erschien?

Man könnte vielleicht sagen, dass ich etwas blauäugig war, es wurde mir erst nach und nach klar, wie gross die Aufgabe eigentlich war. Aber vielleicht war das gut so, hätte ich mir zu viele Sorgen gemacht, wäre es wohl nichts geworden.

Hatten Sie einen Plan, was aus dem Haus werden sollte?

Einer meiner wichtigsten Grundsätze ist: Ich mache keine Pläne, ich mache einfach!

Hans Stucki (1929–1998) hatte das Restaurant 1959 gepachtet und es mit einer klassischen Küche Jahrzehnte lang geprägt. War Ihnen von Anfang an klar, dass Sie etwas ganz Anderes machen mussten?

So genau habe ich es nicht angeschaut. Ich habe von Anfang an so gekocht, wie ich es richtig und gut fand und meinen Stil weiterentwickelt. Sich selbst und authentisch zu bleiben, scheint mir eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein erfülltes Leben im Einklang mit sich selbst zu sein.

Wie haben die Kunden auf diesen Bruch reagiert?

Es gab sehr unterschiedliche Reaktionen – wie immer, wenn etwas neu ist, wenn liebgewonnene Gewohnheiten ändern. Aber die meisten waren offen und neugierig.

Stand eigentlich je zur Diskussion das Haus in «Grandits» umzubenennen?

Da sehe ich keine Notwendigkeit, mein Name steht ja im Untertitel sozusagen, und man weiss mittlerweile, wer hier kocht (lacht).

Ihre Gerichte sind unverkennbar und folgen gewissen Regeln? Welche dieser Regeln wird nie gebrochen?

Es gibt nur zwei wirkliche Regeln: Die Gerichte müssen monochrom sein, also in einer Farbe gehalten, und vor allem müssen sie superlecker sein.

Gibt es Pläne, Ihren Wirkungsbereich zu erweitern, zum Beispiel mit einem Bistro im Zentrum von Basel?

Hier gilt wieder, was ich am Anfang gesagt habe: Ich habe keine Pläne, bloss 1000 Ideen und mit der Zeit schälen sich jene heraus, die aus der Fantasie und meinen Träumen in die Realität übergehen.

 

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