Historische Quellen belegen: Sonnenblumen kamen früher als Gemüse auf die Teller. Nun werden sie wiederentdeckt als Ingredienz. Beispielsweise von einem Kulinariker aus dem Binntal im Wallis.

Eine leichte Artischockennote haben Sonnenblumenknospen oder -böden. Das erstaunt nicht, denn die beiden Gewächse sind botanisch verwandt. In alten Zeiten wurden Sonnenblumen sogar als aphrodisierendes Nahrungsmittel empfohlen.
Bis auf das Sonnenblumenöl, das aus den gereiften Kernen gepresst wird, ist die Pflanze von unserem Speiseplan verschwunden, allenfalls fanden sich da und dort Blätter in Tees oder mal als farblicher Akzent in einem Salat (übrigens wirklich zu empfehlen).
Nun aber, wo heimische Pflanzen wieder begehrter sind, trifft man da und dort Sonnenblumen auch wieder als Gemüse an. Ein wunderbares Produkt, das ich neulich entdeckte, sind eingelegte Sonnenblumenknospen vom Klaus Leuenberger Speisewerk im Walliser Binntal. Sonnenblumen säte er eigentlich stets aus, um Blätter für Tee zu gewinnen – doch dann kam er irgendwann auf die Idee, auch die Knospen zu verwenden. Er macht sie ein mit Verjussirup und sie schmecken vorzüglich. Im Gespräch erklärte mir Klaus Leuenberger, dass er jeweils die Knospen von Seitentrieben erntet, die seien besser im Geschmack als die des Haupttriebes.

Ich bin gespannt, in welchen Formen wir Sonnenblumenknospen und Blüten künftig noch auf den Tellern erleben werden.

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